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25.05.2016 - Patenschaft für das „Mahnmal gegen das Vergessen“ übernommen

NewsAm 13.05.2016, um 10.00 Uhr, fand die feierliche Übergabe der Gedenkstätte „Mahnmal gegen das Vergessen“ auf dem Alten Friedhof, neben der Heilig-Geist-Kirche in Werder (Havel) an ausgewählte Schüler unserer Schule statt.
In einer Serie von Prozessen verurteilte ein Sowjetisches Militärtribunal (SMT) 1952 acht junge Frauen und Männer, sieben aus Werder und einen aus Mecklenburg-Vorpommern im Alter zwischen 20 und 24 Jahren zum Tode – Urteile, die Monate später in Moskau vollstreckt wurden. Vierzehn weitere Mitverurteilte erhielten Arbeitslager-Haftstrafen zwischen 10 und 25 Jahren. Weitere sechs junge Frauen und Männer schickte das Landgericht Potsdam im März 1952 für dreieinhalb bis sechs Jahre ins Zuchthaus.


Frau Dr. Iris Bork-Goldfield, die Tochter von Herrn Werner Bork, teilte unserer Schule freundlicherweise folgenden Sachverhalt mit: “Herr Dr. Sigurd Blümcke hat gemeinsam mit meinem Vater, Herrn Werner Bork, auch ein ehemaliger Schüler Ihrer Schule, ein aktiver Widerständler und guter Freund der Ermordeten, die Erde vom Donskoje Friedhof geholt, den Text der Grabplatte mit entworfen und das Ganze mitfinanziert. An dieser Stelle sei angemerkt, dass es meinem Vater zusammen mit seinem Freund Herbert Herrmann damals gelungen ist, Sigurd Blümcke und drei der damals Mitgefangenen aus dem Gefängnis zu befreien. Mein Vater hat sich jahrelang bemüht, dass das Mahnmal offiziell von der Stadt Werder übernommen wird, was dann ja auch endlich nach acht Jahren, mit Hilfe der Brandenburger Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, Ulrike Poppe, geschehen ist.

Ein Dokumentarfilm erzählt die Geschichte der Widerstandsarbeit meines Vaters, seiner Freunde und der Zeit danach. 

Das Buch zu diesem Thema ist im Juni 2015 unter dem Titel "Wir wollten was tun": Werderaner Jugendliche leisten Widerstand 1949–1953 und was danach geschah (Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur) im Metropol Verlag erschienen. Das Buch kann über den Verlag aber auch über die Landeszentrale Potsdam bezogen werden.

Diesen Sommer gab es u.a. auch eine Veranstaltung mit meinem Vater und mir in Berlin, organisiert wurde sie von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur. http://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/veranstaltungen2016-4925.html?id=2839

Wie Prof. Dr. med. Sigurd Blümcke sagte, wurde für die Übergabe der Patenschaft Freitag, der 13. gewählt, da auch er an einem Freitag, dem 13., verhaftet wurde.

Für unsere Schule ist es eine Ehre die Patenschaft über die Gedenkstätte „Mahnmal gegen das Vergessen“ zu übernehmen. Die 10. Klassen werden drei Mal im Jahr das Ehrenmal besuchen, es pflegen und sich mit der Geschichte der Ermordeten auseinandersetzen.

 

J. Freiwald
Schulsozialarbeiterin

Patenschaft für das „Mahnmal gegen das Vergessen“ übernommen

Patenschaft für das „Mahnmal gegen das Vergessen“ übernommen

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